Ein Baum bringt Früchte.

park-1601068_1280Ich wollte mich zuerst einmal entschuldigen, dass ich solange nichts mehr veröffentlicht habe. Es ist genau ein Monat her seit meinem letzten Beitrag.

Ich muss zugeben, dass der letzte Monat extrem anstrengend war. Nicht nur beruflich, sondern auch geistig. Verkürzte Wochenenden und Schichtarbeit haben mir zugesetzt und wenn der Körper schwächelt, setzt der Teufel einem am liebsten zu.

Wie dem auch sei, finde ich dennoch Kraft und Hoffnung in dem Wort Gottes, in meiner Familie, in meinem Glauben, im Gebet.

In diesem Beitrag werde ich vor allem eines machen: Fragen stellen. Es sind keine Fragen die euer Wissen testen. Es sind Fragen, welche euer Gewissen prüfen, euch helfen sollen eure Position im geistigen zu erkennen. Ich selbst habe mir jede einzelne Frage gestellt. Nicht jede Antwort gefiel mir. Ich musste feststellen wie oft ich doch daneben liege mit meinem Verhalten, meinen Gedanken. Wie man so schön sagt: Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

Deshalb liebe Freunde, seht es nicht als Belehrung an, sondern als meinen persönlichen Kampf mit dem Alltag , welcher mich geprägt hat.

‚Entweder macht den Baum gut, dann wird die Frucht gut; oder macht den Baum schlecht, dann wird die Frucht schlecht. Denn an der Frucht erkennt man den Baum.’“

Matthäus 12,33

Der Herr gibt uns heute die Möglichkeit uns selbst zu prüfen. Dieser Vers besagt, dass ein guter Baum gute Früchte bringt und ein schlechter Baum schlechte Früchte bringt. Soweit ist alles klar. Der abschließende Satz in diesem Vers gab mir sehr zu denken.

Denn an der Frucht erkennt man den Baum.

Unweigerlich musste ich an den ersten Psalm denken. Indem beschrieben wird wie ein gottesfürchtiger Mensch wandelt und wie ein gottloser Mensch ist.

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bring zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und alles, was er tut, gelingt ihm gut.“ Psalm 1,3

In diesem Vers findet sich wieder ein Baum. Wer könnte sich als Baum im Glauben bezeichnen? Was macht solch einen Baum aus?

Zunächst einmal hat dieser Baum tiefe Wurzeln.

Umso tiefer die Wurzel ist, umso stärker ist dieser Baum. Wenn man im Wald spazieren geht sieht man oft so dünne morsche Bäume, die man ganz einfach fällen kann. Sie sind nicht besonders fest, ein Kind könnte einen solchen Baum fällen.

Bei einer Eich oder einer Buche muss der Mensch schon mit Sägen ran um diese zu fällen und oft bleibt der Baumstumpf übrig.

Nun liegt es in unserer Hand ob wir ein dünner schwacher Baum sind, welcher der Stärke eines Kindes nicht trotzen kann oder ein fester starker Baum der die stärksten Gewitter übersteht.

Dafür muss aber eben diese Wurzel so tief reichen. Tief eingepflanzt in das Wort Gottes, in die Lehre des Evangeliums. Tiefe Wurzeln bedeuten einen festen Glauben.

Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?“

Psalm 118,6

Eben dieser gute Baum ist gepflanzt an Wasserbächen. An der Quelle des Lebens, das Wort Gottes, welches niemals aufhört zu Leben hervorzubringen.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.“

Psalm 36,10

Der Ort an dem wir gepflanzt sind ist auch nicht zu vernachlässigen. Sind wir gepflanzt neben einer Mülldeponie, welche Nährstoffe können wir da schon aufnehmen? Oder sind wir gepflanzt in einer Gemeinde, welche uns geistigen Beistand leistet?

Die Quelle des Lebens finden wir nur bei Gott!

Denn mein Volk tut eine zweifache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich hier und da ausgehauenen Brunnen, die doch löcherig sind und kein Wasser geben.“ Jeremia 2,13

Es gibt keine Alternativen Quellen, welche dich erfüllen können, oder dir Wachstum verschaffen. Egal was dir die Welt versucht klar zu machen. Wahre Größe findest du nur bei der lebendigen Quelle.

Ein weiteres Merkmal eines guten Baumes ist, das er Früchte bringt. Welche Früchte können wir denn bringen?

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ Galater 5,22

Wir betrachten heute 3 von diesen Früchten:

Liebe

Wenn wir von Liebe sprechen, was verstehen wir darunter? Wie definierst du deine Liebe?

DUDEN:starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem Menschen. Auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe.

Wie sieht deine Liebe aus? Was macht deine Liebe aus?

Vor ungefähr 2 Wochen ist ein Junge hier in der Gegend gestorben. Viele kannten ihn, waren mit ihm befreundet. Die Jugend hat davon erfahren als jemand in die Gruppe geschrieben hat.

„Ein Junge der ab und zu mal auf Jugendstunde war und auf Adventsingen (ein Weihnachtskonzert organisiert von unserer Gemeinde)  war er auch da. Ist gestorben bitte betet für seine Familie.“

Die Nachricht hat in mir 2 Reaktionen hervorgerufen. Einmal das ich nichts von einer Bekehrung gehört habe und wir es anscheinend verpasst haben ihm soviel zu erzählen, dass er sich entscheiden hätte können. Mit Nächstenliebe habe ich versagt.

Mein anderer Gedanke war weniger selbstkritisch. Ich hab geguckt wer geschrieben hat, bzw. wer darauf alles reagiert hat usw. Es waren nicht unbedingt diejenigen die jede Woche da waren und geistig am arbeiten waren, im Gegenteil.

Ich dachte mir, dass es mal wieder typisch ist für einen Menschen, bei Sorgen zu Gott zu rennen und sich an seiner Schulter auszuweinen bis es wieder geht.

Ich gebe zu ziemlich harte Gedanken. Diese Gedanken kann ich aber nicht mehr rückgängig machen. Sie zeigen aber auch, dass wir Menschen oft zu irdischem Denken neigen.

Und in diesem Moment fragte ich mich auch selbst nach meiner Liebe. Wie sieht meine Liebe hier aus?

Ich mein wenn du von Liebe erzählst musst du sie auch zeigen. Wenn ich euch sage, dass ich meine Frau liebe, aber nie an sie denke, nie ihre Gemeinschaft suche, mich nicht um sie Sorge, dann könntet ihr zurecht fragen, worin besteht dann deine Liebe zu ihr?

Wie kann ich von Liebe sprechen ohne jemals einen Gedanken an sie zu verschwenden? Wie können wir von Liebe in der Gemeinde sprechen wenn wir nicht an den anderen denken? Wann hast du das letzte Mal an jemanden aus der Gemeinde gedacht und für ihn gebetet? Wann hast du das letzte Mal für deinen Pfarrer gebetet? Für diejenigen die Zeit mit deinen Kindern verbringen? Für den der neben dir sitzt?

Wie können wir sagen, dass wir Gottes Liebe empfangen haben, ohne jemanden zu lieben? Gottes Liebe besteht unter anderem daraus, dass wir einander lieben. Das wir uns zueinander hingezogen fühlen, dass wir ohne den anderen nicht mehr können.

Und ein Wiedersehen bereitet uns Freude und keine Kopfschmerzen.

Die nächste Frucht, welche im Vers genannt wird ist:

Freude

Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: ‚Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!‘ Und als er ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sagte zu ihnen: ‚Glaubt ihr, dass ich das tun kann?‘ Da sagten sie zu ihm ‚Ja, Herr.‘ Da berührte er ihre Augen und sagte: ‚Euch geschehe nach eurem Glauben.‘

Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sagte : ‚Seht zu, dass es niemand erfährt!‘ Aber sie gingen hinaus und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.“ Matthäus 9,27-31

Die 2 Blinden erhofften sich ihre Heilung durch den, der in der Gegend herumgereist ist und Wunder tut. Sie kamen zu Jesus und wurden geheilt. Jesus ermahnt sie noch und sagt, sie sollen ja nichts erzählen. Aber könnt ihr euch vorstellen blind zu sein und dann das Licht zu erblicken? Sie waren so froh sie mussten es jedem erzählen. Niemand konnte sie aufhalten, die ganze Gegend erfuhr davon! Sie haben die wahre Freude der Erlösung gespürt.

Welche Freude besitzt du? Wer gibt dir Freude? Freust du dich nur um den Vers „Seid allezeit fröhlich“ zu erfüllen? Zeigst du deine Freude?

Wisst ihr mit den Jahren neigt man dazu sich mit allmöglichem zu beladen und vergisst diese Freude. Jeder kann sich an seinen Tag erinnern, an dem Gott deinen Namen gerufen hat.

Wir lassen uns diese Freude dämpfen von äußerlichen Umständen. Die Frage ist aber, ist wahre Freude wirklich beeinflussbar durch Umstände?

Ich musste auch an Bartimäus denken. Der Blinde vor Jericho.

Als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener, war, fing er an, zu schreien und zu rufen: ‚Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich!‘ […] Jesus stand still und ließ ihn rufen.[…] Und Jesus sagte zu ihm: ‚Was soll ich für dich tun?‘ Der Blinde sagte zu ihm: ‚Rabbuni, dass ich sehen kann.‘ Jesus aber sagte zu ihm :‘ Geh hin; dein Glaube hat dich geheilt.‘ Sofort konnte er sehen und folgte ihm auf dem Weg.“

Markus 10, 47;49;51-52

Die Geschichten unterscheiden sich in der Hinsicht, dass einer herumläuft und jedem davon erzählt. Der andere sah das Licht, und folgte ihm.

Er musste nirgendwo mehr hin, er wollte auch nicht. Er stand vor Jesus Christus, was braucht ein Mensch mehr als die Nähe Jesu?

Friede

Bartimäus fand nicht nur die Heilung und die Freude der Errettung, er fand auch den Frieden mit Gott. Für ihn war das denke ich wertvoller als sein Augenlicht. Er sah den Herrn.

Frieden ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Friedfertigkeit und damit verbundener Friedensbemühung.

Bemühst du dich nach Frieden mit deinem nächsten? Und mit dem Übernächsten? Versuchst du Konflikte zu vermeiden oder zu besänftigen? Bist du einer derjenigen der Streit sät? Einer der lästert? Suchst du nach Frieden? Arbeitest du daraufhin Frieden zu haben? Was bedeutet dein Friede für dich? Wie siehst du Gottes Frieden? Unterscheidet sich dein Friede von dem Frieden Gottes?

Gibst du deinen Frieden weiter?

Gibst du Gottes Frieden weiter?

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe nicht, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ Johannes 14,27

Nun bleibt uns nichts anderes als uns anzuschauen. Wie sehen meine Früchte aus? Wie gesund sind sie? Sehen sie nur gut aus und faulen von innen?

Betest du für deine Früchte? Betest du für Liebe, Freude und Frieden?

Vor allem was den Frieden betrifft möchte ich noch einen Vers zum nachdenken hinzufügen:

Glückselig sind die Friedensstifter denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Matthäus 5,9

Jetzt eine Schlüsselfrage!

Wenn Jesus jetzt herkäme, würde man dich ein Kind Gottes nennen aufgrund deines Zeugnisses?

Bist du ein Friedensstifter? Zeigst du deine Liebe? Verspürst du Freude?

Früchte des Geistes wirken von innen nach außen!

Sowohl die Liebe als auch die Freude und der Frieden sind in uns und verändern uns nach außen hin und wir geben es noch weiter.

Wenn du dein Leben in diesem Moment betrachtest, wie heilig bist du?

Es interessiert niemanden, zumindest mich und Gott nicht wie heilig du letzte Woche warst. Was für geistige Taten in der Vergangenheit geschehen sind. Das hier und jetzt zählt. Du bist nur so heilig wie in diesem Moment.

Wenn alles geistige in der Vergangenheit stattgefunden hat, dann befindest du dich auf einem extrem gefährlichen Punkt in deinem Leben. Der geistige Tod sitzt an deiner Türschwelle.

Im ersten Psalm finden sich die Worte : „seine Blätter verwelken nicht“

Blumen, Bäume verwelken nur dann wenn sie nicht das bekommen was sie benötigen.

Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere wurzeln Tief im Wort Gottes haben, sodass kein Ast, kein einziges Blatt auf unserem Baum gelb wird.

Das Wasser des Lebens muss jeden Bereich unseres Lebens ernähren. Gott muss überall sein. Nicht nur bei unserer Gemeinschaft. Sondern in unsern Gedanken, unserem Handeln. Jedes noch so kleine Blatt auf unserem Lebensbaum muss ernährt werden vom Wort Gottes und durch ihn wachsen.

und alles, was er tut, gelingt ihm gut,“ Psalm 1,3

Dieser letzte Abschnitt in diesem Vers lässt mich immer wieder zu einer Erkenntnis kommen.

Talent wird überbewertet! Wir haben viele verschiedene Menschen. Einige beten wunderschön, andere predigen, andere singen für Gott.

Immer wieder höre ich mir an wie jemand sagt „die sind talentiert, ich nicht“ als Begründung etwas nicht zu tun.

Da hab ich noch eine Frage an euch. Denkt ihr wirklich es gibt ein Talent fürs beten? Glaubt ihr wirklich das Wort zu verstehen fällt einem in den Schoß?

Es steht geschrieben „Betet ohne Unterlass“

Wieso tun wir es dann nicht? Ein 4 Minuten Gebet ist für viele unvorstellbar.

Wieso? -Weil wir nicht genug beten.

Mir ist egal ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter oder entfernter Verwandter bist.

Egal wie wenig Zeit du hast. Egal wie viel du doch zu tun hast.

BETE!

Selbst wenn du nicht willst, bete. Sprich mit dem der dir diese Liebe geschenkt hat, der Freude und Friede in dir bewirkt hat! Wenn du nicht willst, dann überwinde dich dazu.

Es heißt „ All eure Sorgen werft auf den Herrn“ und nicht „All eure Sorgen werft auf den Herrn wenn ihr Lust dazu habt.“

Betet ohne Unterlass.

Dasselbe gilt für das Wort Gottes.

sondern Freude hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachdenkt bei Tag und bei Nacht!“

Psalm 1,2

Behalte das Wort bei dir. In deinem Kopf. In deinem Herzen. Auf deinen Lippen. Fülle dein Lexikon mit dem Wort Gottes.

Jeder hat seine Art und Weise zu lesen. Manche können 20 Kapitel am Tag lesen. Manche nicht einmal 5. Doch sollte das uns abschrecken? Das Wort ist ein zweischneidiges Schwert welches wir einsetzen müssen.

Wenn wir das Wort nicht haben, sind wir Krieger ohne Waffen.

Deshalbt noch einmal:

Betet ohne Unterlass. Verkündet das Wort egal wo ihr seid. Bringt Früchte.

Denn die Frucht des Geistes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ Epheser 5,9

Friede sei mit euch.

2016/2017

fireworks-1845023_1280Das Jahr 2016 ist nun Geschichte. Es war ein Jahr mit vielen Ereignissen, manche waren positiv andere hingegen negativ. Man neigt dazu immer das vergangene Jahr dann zu betrachten und zu analysieren, wo man richtig gehandelt hat und wo man Fehler gemacht hat.

Für mich persönlich war das Jahr 2016 ein ganz besonderes Jahr. Im März 2016 erblickte mein Sohn das Licht dieser Welt und ist seither unser Sonnenschein auch an verregneten Tagen. Dieses Jahr durfte ich auch meine Lehre als Oberflächenbeschichter abschließen. Alles in allem hat der Herr sein Segen über mich ausgeschüttet.

In der Gemeinde, die ich besuche, ist es üblich, dass zu Silvester ein Gottesdienst stattfindet. Wir treffen uns gegen 22:00 Uhr und genießen die Gemeinschaft und füllen diese mit Gesang, Gedichten und Segenswünschen. Bevor dann das neue Jahr anbricht, knien wir uns gemeinsam hin und beten, sodass wir das neue Jahr auf knien erwarten im Gespräch mit unserem himmlischen Vater.

Nicht jeder hat dieses Privileg das Jahr so begrüßen zu knnen, dennoch erhoben sich die vergangene Woche einige kritische Stimmen. Manche waren unzufrieden mit der Art und Weise und voralle mit der  Uhrzeit. Den Gottesdienst auf 19:00 Uhr zu verlegen um dann das neue Jahr zu Hause zu begegnen wurde sogar diskutiert.

Ehrlich gesagt war ich nicht so begeistert von dieser Idee. Mir war diese Tradition sehr wichtig, da es niht einfach ein Ritual ist an welches wir uns gewöhnt hatten, nein es war viel mehr.

Es hat eine gewisse symbolische Kraft. whrend auf der ganzen Welt Feuerwerk gezündet wird und der Schall der kleinen Explosionen die Stadt füllt gibt es einen Ort an dem Stille herrscht und man vereinzelnt Gebete warnimmt. Es ist ein Kontrast den wir hier geben. Etwas, was die Gemeinde von Anfang an sein sollte. Eine besondere Gemeinschaft, welche den Umständen ihrer Umgebung trotzt. Sei es an Silvester oder wenn alle voller Wut und Hass den Schuldigen suchen und Flüchtlinge als schändlich anerkennen, sind es wir Christen welche in Ruhe im Gebet zu Jesus kommen. Wir sind auch nur flüchtige Besucher auf dieser Erde und wenn wir uns die Jünger Jesu nennen wollen haben wir Liebe untereinander.

„Es ist alles vergänglich“ Prediger 1,2

An solchen Tagen wird mir immer wieder die Endlichkeit dieser Erde bewussst und wie sehr wir uns doch bemühen, das Endliche so gemütlich wie möglich zu gestalten. Ich sage nicht, dass jeder auf der Straße leben sollte, weil alles endlich ist. Vielmehr möchte ich zum Ausdruck bringen, dass Gott etwas für uns vorbereitet und durch Jesus Christus zugänglich gemacht hat. Wenn sich dann wieder einmal die Stimme der Wut in uns erhebt, sollten wir daran denken, dass Gott die Liebe ist und uns nie im Stich lässt sondern eine ewige bleibende Stätte für uns hat.

So beteten wir ins neue Jahr und baten vorallem um den Segen Gottes, um seine Gnade und um Kraft damit diese Welt nicht in unserem Leben die Führung übernimmt.

„Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe, und eigene Mühe fügt ihm nichts hinzu.“ Sprüche 10,22

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2017! Folgt dem Herrn, ihr werdet es nicht bereuen!

Christlich?

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Am 27. Oktober 2016 hat die „Zeit“ einen Artikel veröffentlicht in welchem sie fragten „Was ist noch christlich?“ (hier geht es zum Artikel). Sie befragten Politiker, Prominente, Atheisten, Moslems und Christen.

Anlass dafür war der bevorstehende Reformationstag, welcher nun schon über 500 Jahre zurückliegt. Man durfte in einem kleinen Video äußern, was man als christlich bezeichnen würde und was nicht.

Nun gab es eine Vielzahl von Antworten, wobei das Christentum in einigen Fällen nicht gut davongekommen ist. Andere hingegen haben schöne Aussagen getätigt, von welchen ich sogar überrascht war ( z. B. Thomas de Maiziére). Bei einigen Antowrten, wie bei unserem Bundesinnenminister, ereilte mich das Gefühl, dass viele eine einfache Definition aussprachen ohne dahinter zu stehen. Manche drückten es als Forderung aus.

Ehrlich gesagt habe ich mir nicht alle Antworten durchgelesen bzw. angeschaut. Interessant fand ich jedoch, dass die „Zeit“ auch Atheisten oder Moslems befragt hat dazu. Meiner Meinung nach kann jemand der absolut keine Ahnung hat vom Christentum auch nicht definieren was christlich ist und was nicht.

Deshalb fragte ich in meinem Freundeskreis nach, welcher fast ausschließlich aus gläubigen Personen besteht. Hier mal einige Beispiele der Antworten:

„Kurz gesagt: Der Lehre von Jesus Christus entsprechend.“

„So zu Leben wie Jesus.“

„Was dem Namen Christus Ehre macht. Das was er sagt zu tun.“

Für Sie war die Frage recht simpel und schnell beantwortet, doch mir gab es eine Zeit lang keine Ruhe und ich dachte immer weiter darüber nach. Ihre Antworten waren korrekt jedoch empfand ich sie als zzu „plump“. Schließlich erinnerte ich mich an das Buch „Pardon, ich bin Christ“ von C.S. Lewis in dem er dieses Thema in einigen Zeilen anspricht.

„Wenn sie jemanden einen Christen nennen, werden sie damit meinen, dass sie ihn für einen guten Menschen halten. Aber diese Verwendung des Wortes wird keine Bereicherung unserer Sprache sein, denn das Wort gut haben wir bereits. Dagegen wird das Wort Christ keinerlei sinnvollen Zweck mehr dienen können. […] Die Bezeichnung Christen wurde erstmals in Antiochien für die ‚Jünger‘ verwendet, also für diejenigen, die die Lehre der Apostel annahmen. […] Wenn ein Mensch, der die christlice Lehre annimmt, ihr in seiner Lebensführung nicht gerecht wird, ist es viel klarer, ihn einen schlechten Christen zu nennen, als zu sagen er sei gar kein Christ.“ (Pardon, Ich bin Christ, C.S. Lewis Seite 18-19)

Lewis wollte auf den Ursprung des Wortes „Christ“ hinweisen. Es passte ihm nicht, dass „unchtistlich“ und „christlich“ als Synonyme für „gut“ und „schlecht“ missbraucht werden.

Letztendlich fragte ich auch meine Frau was für sie denn christlich wäre und ich bekam eine Antwort die mir bis zum heutigen Tag nicht aus dem Kopf geht. Natürlich möchte ich ihre Antowrt auch mit euch teilen. Sie sagte:

„Wenn man sich das Wort allein schon betrachtet „christlich“, dann ist im Zentrum „Christ“ also Christus. Der Zusatz „lich“ steht doch dafür wie das wort zuvor sie verhält. Das bedeutet im Endeffekt Die Art und Weise von Jesus Christus sich selbst anzueignen und danach handeln ist christlich. Genauso wenn man einen Namen nehmen würde und ein „lich“ dazufügen würde wie „Berndlich“ dann wäre es ein Verhalten/Denken wie ein Bernd. Nur ist ein Bernd nicht genau definiert, Jesus Christus aber schon.“

Als sie mir diese Antwort gab wurde mir abermals bewusst wie groß der SEgen Gottes war, als er mir diese Frau schenkte:). Für mich war diese Antwort eigentlich DIE Antwort schlechthin. Nun würde ich aber auch gerne wissen was du für antworten würdest, wenn dich jemand fragen würde „Was ist christlich?“

Gottes Standard

In der Bibel finden sich sehr viele Bücher. Manche sind prophetischer Natur, einige beschreiben die Menschheitsgeschichte. Eine besondere Kategorie sind dann aber die Psalme Davids und die Sprüche Salomos.

Mein persönlicher Favorit in der Bibel sind eben diese Sprüche Salomos. Mich fasziniert der Tiefgang und die Weisheit die Gott einem Menschen zuteil werden lassen kann. Ich möchte euch von einem Vers erzählen aus den Sprüchen, welcher unabhängig von Jahr, Tag oder Monat wirksam ist.

„Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß sind beide dem Herrn ein Gräuel.“ Sprüche 20,10

Wenn wir heute einkaufen gehen finden wir etliche Produkte, alle verpackt und abgewogen mit dem richtigen Preis versehen und mit einem Strichcode, dieser muss an der Kasse nur noch gescannt werden und wir bezahlen.

Früher musste aber jedes einzelne Produkt abgewogen werden. Es gab keine digitale Anzeige oder ähnliches. Natürlich gab es dann Menschen die es ausnutzten und mit falschen Gewichten und falschen Maßen ihren Gewinn zu maximieren. Man musste wirklich zu seinem Händler des Vertrauens gehen um nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Salomos Weisheit von Gott gegeben lässt uns aber eine Eigenschaft Gottes erkennen in diesem Vers und zwar:

Der Herr besitzt nur einen Standard.

Wir lesen in dieser Stelle vom Maß und vom Gewicht. Zwei verschiedene Dinge werden hier erwähnt und ich denke auch bewusst. Worin liegt der Unterschied?

Kommen wir erst einmal zu dem Maß. Früher war die Maßeinheit „Elle“ handelsüblich. Eine Elle entspricht ungefähr 45 cm. Jeder Mensch ist unterschiedlich gebaut und es scheint in diesem Zusammenhang nicht die beste Methode um etwas zu messen. Deshalb wurde im 18. Jahrhundert ein Meter festgelegt. Ein 1 Meter langes Stück Eisen liegt heute in einem pariser Museum. Daran orientierte sich ganz Europa.

Nun ich denke, dass Salomo nicht zwangsweise vom Handel gesprochen hat, sondern eher von unserem geistigen Leben. Der Mensch wird oft an seinen Taten oder Errungenschaften gemessen. So sind die Taten eines Christen seine Predigt. Ein Prediger kann eine ganze Stunde erzählen von der Weisheit Gottes sprechen und Zeugnis geben, doch zerstört sein ganzes Werk durch eine einzige Tat.

Der Vers sagt uns nun „Zweierlei Maß“. Das bedeutet wir haben mindestens 2 Maße mit denen wir messen. Gott jedoch hat nur einen. Um es anders auszudrücken: Wir messen alle Mit verschiedenen Ellen während Gott in Meter misst.

Wir sind gewillt zwei verschiedene Personen, welche dieselbe Übertretung getan haben auf verschiedene Art und Weise zu behandeln. Während wir eine verurteilen und meiden weil diese Person uns unsympathisch ist, eilen wir eine uns nahestehende Person zu rechtfertigen.

So sieht ein doppeltes Maß aus und wie oft sind wir diejenigen die das zweite MAß nach belieben nutzen? Wie oft führen wir uns als Richter auf, vergessen jedoch das wir die Angeklagten sind?

Die Bibel warnt uns davor uns selbst zu betrügen. Gott sagt uns das die Sünde eine Strafe mit sich zieht unabhängig von Sympathien. Es gibt kein Ansehen der Person vor Gott.

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Diese Tatsache entging Salomo auch nicht, nun fügt er hinzu „Zweierlei Gewicht“. Was meinte er nun damit? Ich galube wir haben dass alle schon mal erlebt. Sei es bei den anderen Kindern oder bei bekannten. WEnn die Eltern dem Kind immer wieder beibringen die Schimpfworte wegzulassen, aber dem Kind dann doch mal eins „ausrutscht“. Meine Oma sagte immer, dass nichts rausrutschen kann was nicht vorher eingedrungen ist, aber das nur nebenbei. Die REaktion der Eltern ist meistens die gleiche. Erstmal folgt eine Stille, gefolgt von einem ungläubigen „Was hast du da gesagt?“.

Diese Worte fallen wie Geschirr auf den Boden, jeder horcht auf. Es liegt daran, dass jedes gesprochene Wort Gewicht hat. Vorallem in der Waage Gottes.

Während meiner Ausbildung hatten wir intensiv mit dem Rechnen mit Reaktionsgleichungen zu tun. Eine Klassenkameradin von mir war sich unsicher, was eine Formael betrifft und fragte danach in die Runde. Ein Mitschüler sagte ihr die richtige Antwort. Sie ignorierte ihn, da sie nicht besonders gut auf ihn zu sprechen war. Kurz darauf nannte ein anderer die gleiche Formel und sie bedankte sich sofort und rechnete weiter.

Sie gab den Worten mehr Gewicht als die eines anderen obwohl diese identisch waren. Das Schlüsselwort und das Wort, welches uns in diesem Fall zum Verhängnis wird, ist „Sympathie“. Wir Menschen neigen dazu unsere eigene Meinung ( oder Glauben) zu verleugnen um Sympathien zu erhalten. Die Frage ist nun: Wieso machen wir die Sünde anderer zu unserer?

Jesus sagt zu seinen Jüngern im Johannesevangelium „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“. Nun die Wahrheit hat einige Eigenschaften, eine davon ist, dass sie keine Sympathien kennt.

Ich bin überzeugt, dass Gott die Wahrheit ist. Das führt wieder einmal zur Erkenntnis, dass es kein Ansehen der Person vor Gott geben kann. Die Gewichte und Maße die wir uns vorstellen sind falsch und sie bleiben falsch bis wir unsere Maße dem Standard Gottes anpassen.

„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“ Matthäus 7,1

Wir sind keine Richter. Es wird jemand richten und das ist Gott. ER hat das gerechte Ma? und das richtige Gewicht. Wir sind dazu berufen uns selbst zu überprüfen.

Ich denke das Salomo aufgrund seiner Weisheit ein sehr gerechter Mann war. Dennoch weichte auch sein Handeln den Vorstellungen Gottes ab. Wieviel mehr muss dann ich tun um auf dem Pfad der Rechtschaffenheit zu bleiebn? Ich bin Lichtjahre von der Weisheit Salomos entfernt. Wir aber haben einen Fürsprecher vor Gott, welcher ist Jesus Christus. Er wird nicht versäumen sich für uns einzusetzen.

Das ungeteilte Herz

Die Augen des HERRN durchlaufen die ganze Erde, um die zu stärken, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“ 2. Chronik 16,9

Diesen Vers habe ich vor einigen Wochen gelesen und seitdem geht er mir nicht aus dem Kopf. Ursprünglich wollte ich ein anderes Thema machen, aber eben dieser Vers kam immer wieder vor meine Augen. Ich finde es ist ein sehr schöner Vers. Ein Vers der Mut macht.In Ihm ist eine Verheißung enthalten, dass Gott nach Menschen sucht um sie zu stärken.

Diese Verheißung aber ist an eine Bedingung angeknüpft und zwar, dass das Herz dieses Menschen ungeteilt auf Gott gerichtet ist.

In meinen Überlegungen kam ich zu der Überzeugung, dass Gott mit diesem Vers eine Botschaft an uns richtet. Diese lautet so:

Teile dein Herz mit niemandem, gib es Gott!

Auf der Arbeit habe ich seit ungefähr 3 Wochen verstärkt mit Aluminium zu tun. Dabei geht es wie immer darum die Teile beständig gegen Rost zu machen. Und bevor ich die Teile bearbeite muss ich in das Datenblatt dieser Teile gucken.

Je nachdem was in der Legierung ist, entscheide ich wie dieses Teil bearbeitet wird. Sei es eine längere Zeit in einer gewissen Farbe oder eine verlängerte Zeit im Ofen.

Zu wissen was in den Teilen alles drinsteckt ist also extrem wichtig um meinen Beruf gut auszuüben. Parallel las ich eine Stelle:

Es ist das Herz ein trügerisches und unheilbares Ding; wer kann es ergründen?“ Jeremia 17,9

Gott und nur Gott allein kann dein Herz ergründen. Das heißt um herauszufinden, was in dir drin ist, musst du zu Gott kommen. Die richtige Adresse zu kennen ist wichtig.
Anschließend wird er dich durchchecken und auch von dir ein Datenbnlatt erstellen können. Wie schwer ist dein Herz? Wie groß ist dein Herz? Wie viel Platz nimmt Gott in deinem Herzen ein?

Darum geht es mir. Woraus besteht dein Herz? Welchen Anteil hat Gott?

Ich habe für mich zwei Kategorien definiert in die man so ziemlich alles einordnen kann.

  1. Materielle Dinge
  2. Immaterielle Dinge

Welchen Anteil haben deine Freizeitbeschäftigungen in deinem Herzen? Ist ihr Anteil größer als der Gottes? Sei es jetzt shoppen, Fußball, Zocken oder selbst Fitness sein. Findest du diese Dinge sollten mehr Anteil in deinem Leben haben als Gott?

Nehmen wir uns als erstes Beispiel mal Hananias und Saphira. (Apostelgeschichte 5, 1-11)

Was war mit ihnen geschehen? Hörten sie nicht die Predigten von den Aposteln? Brannte ihr Herz nicht von dem Wort Gottes?

In ihrem Herzen hat sich etwas eingeschlichen, und zwar die Gier. Die Gier nach Reichtum,nach Wohlstand. Und nun steh ich hier und Frage mich selbst wie viel Platz in meinem Herzen das Verlangen nach Wohlstand einnimmt? Wie oft denk ich an die Zukunft wo ich mehr Geld verdienen möchte und ein größeres Auto oder ein Haus haben möchte?

Denkt an den reichen Jüngling. Jesus steht vor ihm und sagt ihm, dass er sein irdischen Reichtum vergessen soll und IHM folgen soll. Er aber kann nicht. Sein Herz ist vollkommen seinem Reichtum gewidmet.

[…] Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Matth. 6,24

Jetzt könnte jemand zu Recht sagen, dass diese Worte ihn nicht betreffen, da er kein Geld hat oder nicht daran denkt. Nun gut gehen wir auf dieses Szenario ein.

Wir haben einen Leser heute hier, der keine Geldsorgen hat, sei es weil er kein Geld hat um das er sich Sorgen machen könnte oder weil er genug davon hat und ihn das egal ist.

Es gibt auch genug immaterielle Dinge, welche uns erfüllen und uns Tag und Nacht begleiten.

Die Pharisäer möchte ich als erstes Beispiel nennen. Sie waren mehr als gerecht. Sie waren so gerecht, das selbst ein gerechter ungerecht im Vergleich zu Ihnen war. Als Jesus mit ihnen sprach, haben sie sich oft angegriffen gefühlt. Sie bezeichneten ihn als Gotteslästerer oder einen Besessenen.

Was war das Problem?

Er hat den Teil kritisiert, welcher am größten war im Herzen der Pharisäer. Ihr Ansehen. Sie heuchelten Gerechtigkeit und waren so fixiert auf ihr Ansehen, dass es zu ihrem Gott wurde. Ihr scheinbar heiliger Gottesdienst wurde zu einem Götzendienst welcher extrem war.

Der Teufel selbst ist auch daran zugrunde gegangen. Er der schönste und schlauste Engel, der Erleuchtete. Luzifer. Er wurde Stolz. Und eben dieser Stolz nahm sein ganzes Herz ein und er wurde aus dem Himmel verbannt.

Wir Menschen, wir Christen haben auch so unsere Probleme. Verzeihen fällt uns schwer. Zu tief sitzt die Wunde. Und in diesem Schmerz und Zorn entsteht ein ganz eigener Teil in unserem Herzen. Wenn jemand schon verletzt ist, fühlt er jeden weiteren schmerz noch intensiver. Wenn wir nicht restlos vergeben können, dann bleibt in unserem Herzen eine kleine Kammer. In dieser kleinen Kammer sammelt sich dieser Schmerz. Und es ist wie eine Spardose. Immer mehr wird reingeworfen. Immer schwerer die Last.

Und dieser Teil wird uns daran hindern die Gnadentaten Jesu zu predigen. Liebe zu zeigen. Wir bleiben verbittert und verfehlen unser Ziel.

All diese Dinge können ein Teil unseres Herzens sein. Vielleicht sind es sogar alle?

Und wenn diese Materielle und Immaterielle Dinge Platz einnehmen, heißt das ein anderer Bereich weniger Platz bekommt bzw. eingeschränkt wird.

Gebt auch dem Teufel keinen Raum.“ Epheser 4,27

Im Klartext. Wenn du zulässt, dass irgendetwas in deinem Herzen zum Anteil wird, verdrängst du Jesus aus deinem Herzen.

Ich waren vor einiger Zeit auf einem Gottesdienst in Heidelberg, da erzählte ein Junge eine Geschichte von Hans und seinem Haus.

Hans hatte ein Haus gebaut. Es war sehr schön und hatte 6 Zimmer. Jedes Zimmer war besonders. In einem konnte er schlafen, im anderen Sport treiben. Die Küche war sehr praktisch und das Wohnzimmer ganz nach seinem Geschmack. Eine große Abstellkammer und ein Arbeitszimmer waren auch vorhanden. Eines Abends klopft es an seiner Tür. Als er sie öffnete erblickte er Jesus. Jesus fragte ihn „Hans ich habe schon viel von deinem Haus gehört, darf ich bei dir einziehen?“. Hans überlegte, da er noch nie etwas schlechtes über Jesus gehört hatte und  da er einen ordentlichen Eindruck machte erlaubte er ihm einzuziehen. „Du bekommst mein Arbeitszimmer zum wohnen Jesus.“ sagte Hans.

Die Zeit verging und er lebte einfach vor sich hin. Doch eines abends klopfte es erneut an der Tür. Er öffnete die Tür nur einen Spalt weit als jemand von außen mit einem heftigen Stoß die Tür aufwarf. Es war der Teufel. Er lief durch das Wohnzimmer und machte eine riesige Sauerei. Im Fitnessraum stieß er alle Geräte um. Hans reichte es und er wollte den Teufel rauswerfen. Es begann ein Kampf zwischen den beiden. Viele Möbel gingen kaputt. Hans verletzte sich immer wieder. Doch letztendlich gelang es ihm, den Teufel rauszuwerfen und die Tür hinter im zuzuschlagen. Völlig erschöpft kommt er zu Jesus, welcher im Arbeitszimmer saß. „Hast du nicht den Kampf im Haus gehört?“ fragte er Jesus. „Doch, es rumpelte ganz laut in den anderen Zimmern. Was war denn los?“ erwiderte Jesus. „Der Teufel war da.“ sagte Hans „Er kam einfach rein und wollte nicht weg. Wieso hast du mir nicht geholfen Jesus?“. Jesus schaute sich um und sagte: „Hans du hast mir nur dieses eine Zimmer gegeben. Hier habe ich aufgepasst und hier ist alles ganz.“

Hans kam ins grübeln, überlegte kurz und sagte dann entschlossen: „Jesus, du bekommst 3 Zimmer in meinem Haus!“ Jesus war einverstanden. AM nächsten Abend klopft es erneut an der Tür. Wieder schafft es der Teufel in das Haus zu gelangen. Hans kämpft die ganze Nacht gegen ihn und mit dem ersten Sonnenschein am Morgen schafft er es gerade so ihn rauszudrängen. Dieser Kampf kostete ihn viel Kraft. Wieder einmal kam er zu Jesus und fragte erneut :“Jesus, wieso hast du mir nicht geholfen? Hast du nicht gehört wie laut es die ganze Nacht war?“ Jesus nickte und sprach: „Doch Hans habe ich, nur hast du mir lediglich 3 Zimmer überlassen. Diese sind unversehrt und sauber.“

Hans dachte nach und sagte:“ Jesus, du bekommst meinen Hausschlüssel und jeden Schlüssel zu jedem Zimmer in meinem Haus.“ Er gab Jesus die Schlüssel drehte sich um und ging ins Bett. Er schlief den ganzen Tag. Abends wachte Hans immernoch erschöpft auf. Er hörte ein Klopfen und wusste, dass das der Teufel ist. „Diesmal werde ich es nicht schaffen“ denkt er sich. Er schleppt sich langsam zur Tür und bevor er an der Tür ankam stand Jesus schon da. Jesus öffnete die Tür und der Teufel erschrak und verschwand.

Erst wenn jeder einzelne Raum, wenn jede noch so kleine Kammer unseres Herzen Gott gehört, wird er uns suchen und uns stärken im Kampf. ER wird uns segnen und bereichern. Deswegen Teile dein Herz nicht mit Gott, sondern gib es ihm ganz.

Nachdem wir einige negative Beispiele gehört haben, möchte ich noch meine Bewunderung einigen Helden des Glaubens aussprechen.

Hiob, Petrus, Paulus Johannes der Täufer und auch Mose. Würde man eine Analyse ihres Herzens machen, so glaub ich würde da „100% Gott“ stehen.

Wie erlange ich solch ein Herz? Was muss ich tun um ungeteilt auf Gott gerichtet zu sein?

Vor einigen Wochen hat ein Bruder eine Predigt gesprochen, mit den Texten aus dem Kolosserbrief.

So tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist.
[…]

Jetzt aber legt ihr auch das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Verleumdung, unanständiges Reden aus eurem Mund.“ Kolosser 3,5 ; 8

Das sind eindeutige Anweisungen die wir hinterlassen bekommen haben. Welchen wir Folge leisten MÜSSEN, denn es sind die Worte Gottes.

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Apostelgeschichte 5,29

Alles in allem denke ich, das nur ein ungeteiltes Herz auf die Hilfe Gottes hoffen kann. Derjenige, der all seine Schlüssel abgegeben hat, wird Jesus als sein Hausherren haben.

Möge der Herr uns die Augen öffnen und uns unterstützen im Willen solch ein Herz zu erlangen. Uns aber bleibt die Liebe untereinander. Durch diese Liebe entsteht Hoffnung, Vertrauen und Glauben. Sodass wir eine Gemeinde werden, welche die Pforten der Hölle überwinden wird.

Wer ist Gott?

Saulus befindet sich auf dem Weg nach Damaskus. Er hat sich vorgenommen die Jünger Jesu Christi zu töten oder sie nach Jerusalem zu schleppen vor das Gericht der Schriftgelehrten und Pharisäer.

Auf seinem Weg trifft er den Begründer der Bewegung Jesus Christus persönlich. Ein Licht umleuchtete ihn und er fiel zu Boden. Er hörte eine Stimme die ihn fragte „Saul, Saul, was verfolgst du mich?“ Er aber sagte:“Herr wer bist du?“ (Apostelgeschichte 9,1-7)

Diese Frage stellt sich mir auch. Nach all den Jahrhunderten bleibt diese Frage bestehen. Wer ist Gott?

Die einzige Informationsquelle die sich mir in diesem Zusammenhang anbietet ist die Bibel.

Im alten Testament finden wir für Gott 7 Namen. Jeder einzelne von ihnen ist besonders, jeder einzelne wichtig, wenn es darum geht das wahre Sein Gottes zu verstehen.

1. Elohim

 Elohim bedeutet „der Starke“. Wir finden diese Bezeichnung im ersten Kapitel der Bibel im ersten Vers (1.Mose 1,1).

Für die einheitliche Übersetzung findet man im deutschen nur die Bezeichnung „Gott“. Schaut man jedoch in die Tora findet man anstelle von Gott den Namen „Elohim“.

„Am Anfang schuf Gott (Elohim) die Himmel und die Erde.“

Der Kraftakt der Schöpfung wird nochmals durch diesen Namen unterstrichen.

2. Adonaj

Bei dem Namen „Adonaj“ handelt es sich um die Bezeichnung „Herr“. Nicht wie bei einem Nachnamen (z.b. Herr Müller ). Es handelt sich hier um die Anrede eines Untergebenens an seinen Vorgesetzten. 

Das Beispiel Mose passt hier ideal, da er ein wahrer und treuer Knecht Gottes war.

„Mose aber sagte zu dem Herrn:‘ Ach mein Herr (Adonaj),…“ 2. Mose 4,10

3. El Elyon

Ein weiterer Name für Gott findet sich im 14. Kapitel des ersten Buch Mose. Da niemand in der gesellschaftlichen/moralischen/gerechtereren Position „höher“ sein kann als Gott wird er „der Allerhöchste“ genannt.

4. El Roi

„Und sie nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete:’Du bist Gott der mich sieht.’….“  1.Mose 16,13

Da Gott selbst nicht an irgend einen physikalischen Körper gebunden ist und allgegenwärtig ist, ist er auch allsehend (El Roi = der allsehende)

5. El Shaddaj

Ehrlich gesagt kannte ich nicht alle Namen Gottes. Viele offenbarten sich mir erst bei der Recherche für diesen Beitrag. El Shaddaj jedoch war mir bekannt, der Name bedeutet „der allmächtige Gott“.

„Als Abram 99 Jahre alt war, erschien der Herr dem Abram und sagte zu ihm:’Ich bin der allmächtige Gott (El Shaddaj) lebe vor mir und sei untadelig!“ 1.Mose 17,1

6. El Olam

„Alles ist vergänglich“ sagt man. „Das letzte Hemd hat keine Taschen“. Dem Mensch ist bewusst, dass er endlich ist. Gott jedoch ist an keine Zeit gebunden. Er ist ewig.

„Begreifst du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott (El Olam), der die Enden der Erde geschaffen hat wird nicht müde noch matt; seine Weisheit ist unergründlich.“ Jesaja 40,28

Nun kommen wir zu meinem absoluten Favoriten der 7 Namen Gottes.

7. Jahwe 

Wenn man diesen Namen hört, denkt man automatisch an die Zeugen Jehovas. Von diesen möchte ich mich ganz klar distanzieren.

Der Name Jahwe ist ein ganz besonderer und zwar  in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal ist sie Bedeutung, wenn man sie das erste Mal liest, recht uneinsichtig. Jedoch birgt sich in ihr eine große Tiefe, welche wahrscheinlich gänzlich von Menschen nicht begreift werden kann.

Jahwe treffen wir als Namen im zweiten Buch Mose. Als Mose mit dem brennenden Busch sprach fragte er nach einem Namen den er nennen könne um die Kinder Israels zu überzeugen, dass der Gott ihrer Urväter zu ihnen spricht.

„Gott sagte zu Mose:’ICH BIN DER ICH BIN‘ …“ 2.Mose 3,14

Eine Aussage die wenig hergibt. Ein Satz, der sogar irgendwie falsch klingt. Die Abfolge der Worte und der Klang  beim lesen. „Ich bin der Ich bin“

Nun müssen wir hier ganz genau hinschauen. Dieser Name „Ich bin“ also Jahwe taucht 43 mal in der hebräischen Schrift auf.

Wenn man sich die vielen Übersetzungen ins deutsche oder auch den ursprünglichen Text im hebräischen betrachtet so gibt es diesen Satz in 2 Zeitformen.

Zunnächst einmal in der Gegenwart „Ich bin der Ich bin“. Ebenso ist dieser Satz auch für die Zukunft möglich „Ich bin der Ich werde sein“.

Für mich ist es eine Bestätigung dessen, dass dieser Gott, mein Gott, nicht nur war und ist, sondern auch in Zukunft bestehen wird.

Er ist unabhängig von Konzepten, Kräften und Endlichkeiten. Er steht über allem. Er war. Er ist. Er wird sein.

Der Name des Herrn ist auch heute noch eine wichtige und essenzielle Stütze. Es gibt eine Geschichte dessen Sinn darin besteht, dass bei einem vermeindlichen Flugzeugabsturz kein Atheist an Bord bleibt. 

Wir rufen den Namen des Herrn in der Not. Eine Art Notruf für die Seele, gegen den Schmerz, für den Frieden. Doch sollte uns bewusst sein, wie viel mehr dieser eine wahre Gott zu bieten hat.
7 Namen im alten Testament. Ein weiterer Name kommt mit dem neuen Testament hinzu. Er ist anders, gesondert und dennoch gehört er dazu.

„Jesus“ oder auch Immanuel was bedeutet „Gott mit uns“.

Dieser eine Gott, welcher über Jahrtausende der Menschheitsgeschichte sein Wort hält ist mit uns durch seinen Sohn Jesu Christi. Eben er ist unser Mittler und unser Erlöser.

Die Frage die ich hiermit behandeln wollte war „Wer ist Gott ?“, doch die wahre Frage ist: Wer ist Gott für dich?