Das ungeteilte Herz

Die Augen des HERRN durchlaufen die ganze Erde, um die zu stärken, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“ 2. Chronik 16,9

Diesen Vers habe ich vor einigen Wochen gelesen und seitdem geht er mir nicht aus dem Kopf. Ursprünglich wollte ich ein anderes Thema machen, aber eben dieser Vers kam immer wieder vor meine Augen. Ich finde es ist ein sehr schöner Vers. Ein Vers der Mut macht.In Ihm ist eine Verheißung enthalten, dass Gott nach Menschen sucht um sie zu stärken.

Diese Verheißung aber ist an eine Bedingung angeknüpft und zwar, dass das Herz dieses Menschen ungeteilt auf Gott gerichtet ist.

In meinen Überlegungen kam ich zu der Überzeugung, dass Gott mit diesem Vers eine Botschaft an uns richtet. Diese lautet so:

Teile dein Herz mit niemandem, gib es Gott!

Auf der Arbeit habe ich seit ungefähr 3 Wochen verstärkt mit Aluminium zu tun. Dabei geht es wie immer darum die Teile beständig gegen Rost zu machen. Und bevor ich die Teile bearbeite muss ich in das Datenblatt dieser Teile gucken.

Je nachdem was in der Legierung ist, entscheide ich wie dieses Teil bearbeitet wird. Sei es eine längere Zeit in einer gewissen Farbe oder eine verlängerte Zeit im Ofen.

Zu wissen was in den Teilen alles drinsteckt ist also extrem wichtig um meinen Beruf gut auszuüben. Parallel las ich eine Stelle:

Es ist das Herz ein trügerisches und unheilbares Ding; wer kann es ergründen?“ Jeremia 17,9

Gott und nur Gott allein kann dein Herz ergründen. Das heißt um herauszufinden, was in dir drin ist, musst du zu Gott kommen. Die richtige Adresse zu kennen ist wichtig.
Anschließend wird er dich durchchecken und auch von dir ein Datenbnlatt erstellen können. Wie schwer ist dein Herz? Wie groß ist dein Herz? Wie viel Platz nimmt Gott in deinem Herzen ein?

Darum geht es mir. Woraus besteht dein Herz? Welchen Anteil hat Gott?

Ich habe für mich zwei Kategorien definiert in die man so ziemlich alles einordnen kann.

  1. Materielle Dinge
  2. Immaterielle Dinge

Welchen Anteil haben deine Freizeitbeschäftigungen in deinem Herzen? Ist ihr Anteil größer als der Gottes? Sei es jetzt shoppen, Fußball, Zocken oder selbst Fitness sein. Findest du diese Dinge sollten mehr Anteil in deinem Leben haben als Gott?

Nehmen wir uns als erstes Beispiel mal Hananias und Saphira. (Apostelgeschichte 5, 1-11)

Was war mit ihnen geschehen? Hörten sie nicht die Predigten von den Aposteln? Brannte ihr Herz nicht von dem Wort Gottes?

In ihrem Herzen hat sich etwas eingeschlichen, und zwar die Gier. Die Gier nach Reichtum,nach Wohlstand. Und nun steh ich hier und Frage mich selbst wie viel Platz in meinem Herzen das Verlangen nach Wohlstand einnimmt? Wie oft denk ich an die Zukunft wo ich mehr Geld verdienen möchte und ein größeres Auto oder ein Haus haben möchte?

Denkt an den reichen Jüngling. Jesus steht vor ihm und sagt ihm, dass er sein irdischen Reichtum vergessen soll und IHM folgen soll. Er aber kann nicht. Sein Herz ist vollkommen seinem Reichtum gewidmet.

[…] Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Matth. 6,24

Jetzt könnte jemand zu Recht sagen, dass diese Worte ihn nicht betreffen, da er kein Geld hat oder nicht daran denkt. Nun gut gehen wir auf dieses Szenario ein.

Wir haben einen Leser heute hier, der keine Geldsorgen hat, sei es weil er kein Geld hat um das er sich Sorgen machen könnte oder weil er genug davon hat und ihn das egal ist.

Es gibt auch genug immaterielle Dinge, welche uns erfüllen und uns Tag und Nacht begleiten.

Die Pharisäer möchte ich als erstes Beispiel nennen. Sie waren mehr als gerecht. Sie waren so gerecht, das selbst ein gerechter ungerecht im Vergleich zu Ihnen war. Als Jesus mit ihnen sprach, haben sie sich oft angegriffen gefühlt. Sie bezeichneten ihn als Gotteslästerer oder einen Besessenen.

Was war das Problem?

Er hat den Teil kritisiert, welcher am größten war im Herzen der Pharisäer. Ihr Ansehen. Sie heuchelten Gerechtigkeit und waren so fixiert auf ihr Ansehen, dass es zu ihrem Gott wurde. Ihr scheinbar heiliger Gottesdienst wurde zu einem Götzendienst welcher extrem war.

Der Teufel selbst ist auch daran zugrunde gegangen. Er der schönste und schlauste Engel, der Erleuchtete. Luzifer. Er wurde Stolz. Und eben dieser Stolz nahm sein ganzes Herz ein und er wurde aus dem Himmel verbannt.

Wir Menschen, wir Christen haben auch so unsere Probleme. Verzeihen fällt uns schwer. Zu tief sitzt die Wunde. Und in diesem Schmerz und Zorn entsteht ein ganz eigener Teil in unserem Herzen. Wenn jemand schon verletzt ist, fühlt er jeden weiteren schmerz noch intensiver. Wenn wir nicht restlos vergeben können, dann bleibt in unserem Herzen eine kleine Kammer. In dieser kleinen Kammer sammelt sich dieser Schmerz. Und es ist wie eine Spardose. Immer mehr wird reingeworfen. Immer schwerer die Last.

Und dieser Teil wird uns daran hindern die Gnadentaten Jesu zu predigen. Liebe zu zeigen. Wir bleiben verbittert und verfehlen unser Ziel.

All diese Dinge können ein Teil unseres Herzens sein. Vielleicht sind es sogar alle?

Und wenn diese Materielle und Immaterielle Dinge Platz einnehmen, heißt das ein anderer Bereich weniger Platz bekommt bzw. eingeschränkt wird.

Gebt auch dem Teufel keinen Raum.“ Epheser 4,27

Im Klartext. Wenn du zulässt, dass irgendetwas in deinem Herzen zum Anteil wird, verdrängst du Jesus aus deinem Herzen.

Ich waren vor einiger Zeit auf einem Gottesdienst in Heidelberg, da erzählte ein Junge eine Geschichte von Hans und seinem Haus.

Hans hatte ein Haus gebaut. Es war sehr schön und hatte 6 Zimmer. Jedes Zimmer war besonders. In einem konnte er schlafen, im anderen Sport treiben. Die Küche war sehr praktisch und das Wohnzimmer ganz nach seinem Geschmack. Eine große Abstellkammer und ein Arbeitszimmer waren auch vorhanden. Eines Abends klopft es an seiner Tür. Als er sie öffnete erblickte er Jesus. Jesus fragte ihn „Hans ich habe schon viel von deinem Haus gehört, darf ich bei dir einziehen?“. Hans überlegte, da er noch nie etwas schlechtes über Jesus gehört hatte und  da er einen ordentlichen Eindruck machte erlaubte er ihm einzuziehen. „Du bekommst mein Arbeitszimmer zum wohnen Jesus.“ sagte Hans.

Die Zeit verging und er lebte einfach vor sich hin. Doch eines abends klopfte es erneut an der Tür. Er öffnete die Tür nur einen Spalt weit als jemand von außen mit einem heftigen Stoß die Tür aufwarf. Es war der Teufel. Er lief durch das Wohnzimmer und machte eine riesige Sauerei. Im Fitnessraum stieß er alle Geräte um. Hans reichte es und er wollte den Teufel rauswerfen. Es begann ein Kampf zwischen den beiden. Viele Möbel gingen kaputt. Hans verletzte sich immer wieder. Doch letztendlich gelang es ihm, den Teufel rauszuwerfen und die Tür hinter im zuzuschlagen. Völlig erschöpft kommt er zu Jesus, welcher im Arbeitszimmer saß. „Hast du nicht den Kampf im Haus gehört?“ fragte er Jesus. „Doch, es rumpelte ganz laut in den anderen Zimmern. Was war denn los?“ erwiderte Jesus. „Der Teufel war da.“ sagte Hans „Er kam einfach rein und wollte nicht weg. Wieso hast du mir nicht geholfen Jesus?“. Jesus schaute sich um und sagte: „Hans du hast mir nur dieses eine Zimmer gegeben. Hier habe ich aufgepasst und hier ist alles ganz.“

Hans kam ins grübeln, überlegte kurz und sagte dann entschlossen: „Jesus, du bekommst 3 Zimmer in meinem Haus!“ Jesus war einverstanden. AM nächsten Abend klopft es erneut an der Tür. Wieder schafft es der Teufel in das Haus zu gelangen. Hans kämpft die ganze Nacht gegen ihn und mit dem ersten Sonnenschein am Morgen schafft er es gerade so ihn rauszudrängen. Dieser Kampf kostete ihn viel Kraft. Wieder einmal kam er zu Jesus und fragte erneut :“Jesus, wieso hast du mir nicht geholfen? Hast du nicht gehört wie laut es die ganze Nacht war?“ Jesus nickte und sprach: „Doch Hans habe ich, nur hast du mir lediglich 3 Zimmer überlassen. Diese sind unversehrt und sauber.“

Hans dachte nach und sagte:“ Jesus, du bekommst meinen Hausschlüssel und jeden Schlüssel zu jedem Zimmer in meinem Haus.“ Er gab Jesus die Schlüssel drehte sich um und ging ins Bett. Er schlief den ganzen Tag. Abends wachte Hans immernoch erschöpft auf. Er hörte ein Klopfen und wusste, dass das der Teufel ist. „Diesmal werde ich es nicht schaffen“ denkt er sich. Er schleppt sich langsam zur Tür und bevor er an der Tür ankam stand Jesus schon da. Jesus öffnete die Tür und der Teufel erschrak und verschwand.

Erst wenn jeder einzelne Raum, wenn jede noch so kleine Kammer unseres Herzen Gott gehört, wird er uns suchen und uns stärken im Kampf. ER wird uns segnen und bereichern. Deswegen Teile dein Herz nicht mit Gott, sondern gib es ihm ganz.

Nachdem wir einige negative Beispiele gehört haben, möchte ich noch meine Bewunderung einigen Helden des Glaubens aussprechen.

Hiob, Petrus, Paulus Johannes der Täufer und auch Mose. Würde man eine Analyse ihres Herzens machen, so glaub ich würde da „100% Gott“ stehen.

Wie erlange ich solch ein Herz? Was muss ich tun um ungeteilt auf Gott gerichtet zu sein?

Vor einigen Wochen hat ein Bruder eine Predigt gesprochen, mit den Texten aus dem Kolosserbrief.

So tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist.
[…]

Jetzt aber legt ihr auch das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Verleumdung, unanständiges Reden aus eurem Mund.“ Kolosser 3,5 ; 8

Das sind eindeutige Anweisungen die wir hinterlassen bekommen haben. Welchen wir Folge leisten MÜSSEN, denn es sind die Worte Gottes.

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Apostelgeschichte 5,29

Alles in allem denke ich, das nur ein ungeteiltes Herz auf die Hilfe Gottes hoffen kann. Derjenige, der all seine Schlüssel abgegeben hat, wird Jesus als sein Hausherren haben.

Möge der Herr uns die Augen öffnen und uns unterstützen im Willen solch ein Herz zu erlangen. Uns aber bleibt die Liebe untereinander. Durch diese Liebe entsteht Hoffnung, Vertrauen und Glauben. Sodass wir eine Gemeinde werden, welche die Pforten der Hölle überwinden wird.